22.06. – Feministisches Café in Trier

Am 22. Juni 2014 veranstaltet die Feministische Aktion Trier (FAT) ein Feministisches Café unter dem Motto „Wer braucht schon Feminismus? ICH! – und DU?“. Das Café beginnt um 15 Uhr in der scheinbar (Weberbach 72, Trier).

fat_cafeDie FAT veranstaltet am 22. Juni endlich wieder das legendäre feministische Café in der scheinbar!

Wie immer wird es leckeres Essen und vom Bier bis zum Kaffee einiges an Überlebensflüssigkeiten geben.

Diesmal jedoch hat das Café ein Motto.

Es wird also etwas neu sein: wir hoffen euch durch eine Bücherecke, Fleyer, Fakten über die gesellschaftliche Situation von Frauen* und Männern*, aber auch durch Zitate rund um dieses ominöse Etwas, genannt Feminismus, Anregung zum nachdenken und zum Austausch mit anderen zu bieten. Außerdem könnt ihr erfahren, was Feminismus für einige (auch von uns) bedeutet.

Wir werden euch zeigen, warum wir Feminismus brauchen und warum IHR genauso!

Nichtsdestotrotz seid ihr selbstverständlich auch genau richtig bei uns, wenn ihr bloß in netter Gesellschaft eure Nachmittagslimo trinken wollt oder kein „Vorwissen“ in Bezug auf Feminismus habt, denn eigentlich ist jedem*jeder schon einmal damit in Berührung gekommen, auch wenn sie*er es nicht bemerkt hat.

Gerne könnt ihr selbst Material mitbringen und wir freuen uns über Soli-Beiträge in Form von Futter für alle.

Wir können es kaum mehr erwarten euch alle dort zu sehen und hoffen auch auf viele neue Gesichter, also packt alle ein, die ihr finden könnt!

Auf einen freudigen Austausch!
Eure FAT ♥

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12.07.: Feminismus Lesekreis im Infoladen

Am 12. Juli 2012 findet ein Lesekreis zum Thema Feminismus im Infoladen statt. Der Lesekreis wird veranstaltet von der SDAJ Trier und der Autonomen Antifa Trier. Los geht es um 18 Uhr.

Wir lesen und diskutieren gemeinsam Texte des Feminismus. Du musst weder fortgeschrittenen Semesters studieren, noch einen Fremdwortschatz im dreistelligen Bereich haben, oder gar eine jahrzentelange/r Aktivist/in feministischer Politik sein, um mitzumachen. Jede und jeder ist willkommen, dem es stinkt blöd angemacht zu werden und sich fragt, warum wir uns immer noch über Sexismus ärgern müssen.

15.06. – „SchönheitsAnsichten – Geschlechterbilder in Werbeanzeigen und ihre Bewertung“

Am 15. Juni 2010 veranstaltet das Autonome Feministische Frauen- und Lesbenreferat des AStA einen Vortrag mit dem Titel „SchönheitsAnsichten – Geschlechterbilder in Werbeanzeigen und ihre Bewertung“. Los geht es um 18 Uhr im Raum B19 (Uni Trier):

Geschlechterinszenierungen in der Werbung sind spätestens seit Goffman ein beliebtes Forschungsthema in den Sozialwissenschaften. Lange Zeit standen dabei Frauen und ihre Diskriminierung im Vordergrund; in den letzten zwölf Jahren erscheinen aber auch immer mehr Veröffentlichungen, die sich dem Werbemann widmen. Die Untersuchung werblicher Geschlechterinszenierungen ist für die Sozialwissenschaften deshalb so interessant, weil sich daran z. B. wandelnde Schönheitsideale oder Rollenbilder ablesen lassen. Immer wieder verweist die Forschung auch auf den Sozialisationseffekt von Werbebildern, die ob ihrer rigorosen Darstellung von schönen, erfolgreichen Menschen als problematisch empfundene Nachahmungseffekte bei den Betrachtern auslösen können. Abgesehen von wenigen Ausnahmen (vgl. z. B. Hastenteufel 1981) beschäftigt sich die bisherige Forschung allerdings generalisierend mit DER Frau bzw. DEM Mann in der Werbung, ohne auf Unterschiede oder Gemeinsamkeiten bei der Generationendarstellung einzugehen. Es wird lediglich immer wieder darauf hingewiesen, dass ältere Menschen – vor allem im Vergleich zu der tatsächlichen, überalterten deutschen Gesellschaft – in der Werbung unterrepräsentiert sind.

Von 2006 bis 2008 wurde im Fachbereich IV, Soziologie, der Universität Trier das Projekt „Männlich und Weiblich im Spiegel der Werbung“ durchgeführt. Dessen Aufgabe war es, die Darstellung von Männern und Frauen in der aktuellen deutschen Anzeigenwerbung inhaltsanalytisch zu erfassen und mittels einer Befragung die Wirkung dieser werblichen Geschlechterinszenierungen auf Jugendliche sowie deren Eltern zu untersuchen. Da der Fokus der Befragung auf Jugendlichen im Alter von 14 bis 18 Jahren und deren überwie- gend 40 bis 49-jährigen Eltern liegt, war auch bei der Auswertung der Inhaltsanalyse von insgesamt 1400 Werbeanzeigen aus ausgewählten Frauen-, Männer und General-Interest-Zeitschriften eine Gegenüberstellung dieser beiden Generationen das Ziel. Während manche Ergebnisse des Generationenvergleichs darauf hinweisen, dass die An- zeigenwerbung auf die veränderten gesellschaftlichen Rahmenbedingungen reagiert und mit traditionellen Darstellungsprinzipien gebrochen hat – so werben z. B. immer mehr junge Frauen für moderne Medien und junge Männer für Kosmetik -, legen andere Resultate nahe, dass gerade die jugendlichen Werbeprotagonisten in ein rigides Werbekorsett der Äußerlichkeiten gepresst werden. So werden jugendliche Werbeprotagonisten körperlich stark genormt. Sie besitzen beispielsweise wesentlich häufiger als die 40 bis 49-Jährigen ein makelloses Äußeres. Junge Frauen sind zudem stärker geschminkt als ältere. Die beispielhaften Ergebnisse legen nahe, dass der aktuelle gesellschaftliche Körperkult bei jugendlichen Werbeprotagonisten in besonderem Maße zum Ausdruck kommt. Ältere dagegen besitzen bezüglich ihres Äußeren mehr Freiräume, sind jedoch auf anderen Ebenen, z. B. im Bereich der beworbenen Produkte, weiterhin an traditionell geschlechtlich bestimmte Rahmungen gebunden.

Die unterschiedlichen Inszenierungsarten werden von den Rezipienten kontrovers aufgenommen. Während das Bild der klassischen Hausfrau und Mutter allgemein weniger Zustimmung findet, sind Anzeigen mit fürsorglichen Vätern gern gesehen. Das neue Kosmetik- und Modeinteresse der männlichen Jugendlichen wird hingegen von Frauen beider Generationen begrüßt, von Männern insgesamt eher abgelehnt.

Dies sind nur einige Resultate des Forschungsprojektes „Männlich und Weiblich im Spiegel der Werbung“. Zusätzlich wurde den Fragen nachgegangen: Welche Ansichten von Schönheit vermittelt die Werbung und welche Ansichten über Schönheit vertreten die Rezipienten? Entspricht das werbliche Schönheitsideal den gesellschaftlichen Attraktivitätsvorstellungen? Spiegelt sich die werblich präsentierte Körperlichkeit in den Einstellungen der Rezipienten? Was gilt heute als typisch männlich/typisch weiblich?

Diese Fragen werden unter Berücksichtigung aktueller Kampagnen wie die „Initiative für wahre Schönheit“ der Kosmetikmarke Dove oder die „Ohne Models“-Initiative der Frauenzeitschrift Brigitte von den Referentinnen Julia Derra und Cornelia Eck in ihrem Vortrag „SchönheitsAnsichten – Geschlechterbilder in Werbeanzeigen und ihre Bewertung“ beant- wortet.

20.05. – Film „Abortion Democracy“ @ Uni Trier

Am 20. Mai 2010 lädt das Autonome Feministische Frauen- und Lesbenreferat zu einer Vorstellung des Filmes „Abortion Democracy“ ein. Der Film wird ab 18 Uhr im Raum P13 (Uni Trier) gezeigt.

Dabei handelt es sich um einen Dokumentationsfilm von Sarah Diehl über die Veränderungen der Abtreibungsgesetze in Südafrika und Polen und deren Auswirkungen auf die Lebensrealität von Frauen dort.

Im Anschluss wird eine Diskussion mit der Regisseurin stattfinden.

Islam an der Uni revisited!

Die Turbulenzen um die Islamwoche Trier, die mit dem dem kurzfristigen Verbot durch den Universitätspräsidenten ihren Höhepunkt fanden, hat im beschaulichen Trier für einige Verstörung gesorgt.

Manch einer verwechselte in der Empörung über diese harte Entscheidung das Grundrecht auf Meinungsfreiheit und Religionsfreiheit mit dem vermeintlichen Recht, für die Verbreitung seiner jeweiligen Weltsicht von der Universität und dem AStA unterstützt zu werden. Angesichts dessen, dass der vorgesehene Referent Pierre Vogel sein Studium in Deutschland abgebrochen hat, da ihm die hiesige Islamwissenschaft zu verwässert und von Gottes Wahrheit getrennt erschien, um anschliessend in Saudi-Arabien zu studieren, einem Land also in dem mit dem Wahabismus die reaktionärstmögliche Variante des Islam gelehrt wird, fragt man sich allerdings warum er unbedingt an der Universität Trier referieren will.

Wie dem auch sei; dass es auch anders geht, und eine unvoreingenommene aber differenzierte Auseinandersetzung mit dem Islam durchaus seinen Platz an einer Hochschule hat, zeigt eine andere Veranstaltung, die am 9ten Juni stattfindet. Auf Einladung des Faches Politikwissenschaft referiert Asma Barlas, gebürtig in Pakistan und heute Dozentin in am Ithaca College, New York, zum Thema „Islam and Feminism„. Frau Barlas bemüht sich seit längerem um eine moderne Auslegung des Koran und „Qur’anic hermeneutics that allows Muslims to argue on behalf of sexual equality and against patriarchy from within an Islamic framework„. 2002 veröffentlichte sie das Buch Believing Women“ in Islam. Unreading Patriarchal Interpretations of the Qur’an.

Solche reflektierte Anerkennung, dass der Islam immer auch an sich schon eine Auslegungssache ist, die in der Welt der Menschen gemacht wird und sich dort bewähren muss, und nicht nur Unterwerfung unter ‚wahre‘ göttliche Gesetze, ist in der Tat der erste Schritt zu einem demokratischen Verständnis von Religion (dass so etwas möglich ist soll hier mal wohlwollend angenommen werden) und genau das, an dem es den neurotisch-narzisstisch anmutenden Referenten der Islam-Woche mangelt.

Man mag den Versuch einer feministischen Koranlektüre für sinnvoll halten oder nicht; spannend ist es allemal, und ob es gelingt, davon kann und sollte sich jeder selbst überzeugen. Am 9ten Juni um 16 Uhr in Raum C01.