Anquatschversuch in Trier

Wie einem Artikel auf Indymedia zu entnehmen ist, kam es am 3. Februar zu einem Anquatschversuch des Verfassungsschutzes (VS) in Trier. Im folgenden der Originalbericht von Indymedia:

Am Donnerstag, den 3.Februar 2011, kam es in Trier (Rheinland-Pfalz) gegen 19:00 Uhr zu einem Anquatschversuch durch den Verfassungsschutz. Die Betroffene traf eine jüngere Frau vor ihrer Haustür an. Die Frau stand mit einem kleinen Buch in der Hand vor der Tür und war in Begriff sich etwas zu notieren.

Als die Betroffene eintraf wurde sie gefragt, ob sie Frau PIEP sei. Nachdem die Betroffene dies bejahte, gab die Anquatscherin an, von einer Behörde zu kommen und von der Teilnahme an einer Demonstration zu wissen. Im Rahmen einer Umfrage, was Jugendliche dazu motiviert, an entsprechenden Demos teilzunehmen, bat sie um ein Gespräch. Auf Nachfrage kam heraus, dass sie vom Verfassungsschutz ist. Ein Gespräch wurde abgelehnt und die Frau vom VS ging.

Noch ein paar Infos zu der Anquatscherin:
Alter: ca. 30-40 Jahre alt
Sie wirkte unauffällig und hatte mittellange dunkelblonde Haare.

Lasst euch nicht anquatschen, mit dem VS muss niemand reden.
Anna und Arthur halten´s Maul.

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„Deutschland ist ein Athlet“ | UPDATE: Partynationalismus, handfest

Aus gegebenem Anlass:

UPDATE

Glücklicherweise ist der Spuk ja seit Mittwochabend erst einmal vorbei und bevor jetzt jemand was vom superfriedlichen deutschen Partynationalismus faselt sei auf Folgende zwei Meldungen hingewiesen:

TRIER. Ein spanischer Fußballfan ist am späten Mittwochabend nach dem WM-Halbfinalspiel in der Fußgängerzone von einem deutschen Fan angegriffen worden. Quelle: 16vor

SAARBRÜCKEN. Nach dem Verbrennen eine spanischen Flagge durch deutsche Zuschauer kommt es in Saarbrücken beinahe zu einer Massenschlägerei zwischen rund 40 spanischen und 200 deutschen Fans. Die Polizei muß die beiden Gruppen auseinanderdrängen. Später in der Nacht zünden Unbekannte mehrere Mülleimer in der Innenstadt an. Quelle: Konkret Online (unter diesen Link gibt es zudem eine List mit weiteren Meldungen aus der No-go-area Deutschland)

Kurios und schockierend

Wir lesen in den Tiefen des Internets in einem Blog mit dem klangvollen Namen „Luxemburger Anarchist – für Wahrheit und Recht“ folgende Zeilen:

„De lëtzebuerger Anarchist für Wahrheit und Recht“ war eine von mir initiierte einmalige, satirische Zeitschrift der Anarchistischen Föderation Luxemburgs, die es wegen des dort enthaltenen pornographischen Inhalts immerhin zu einer Art Tribunal seitens der Trierer Antifa gebracht hat

Zu dieser bis auf der Jahr 2001  zurückgehenden Affaire um eine mit pornographischem Schund und niedersten sadeistischen Aufrufen zum Triumph des Willens vollgepackte Zeitschrift („Quand est-ce que l’humanité comprendra qu’elle n’a besoin ni d’un dieu ni d’un maître, que l’histoire n’a pas de sens, que rien n’est vrai et que par conséquent tout est permis?„),  ist folgendes nachzutragen:

1) Gegenseitige Tribunale sind eine gute alte linke Tradition. Und um es mal so zu sagen: Besser in Trier als in Moskau!

2) Üblicherweise hat der Angeklagte sich dabei allerdings reuvoll in Selbstkritik zu üben und seine Abweichung einzugestehen, um so einen letzten Beitrag zur Stärkung der allgemeinen Kampfmoral zu liefern. Denn: „Wollen wir nicht … überrumpelt werden, so müssen wir SCHNELLSTENS unsere NOCH NICHT AUFGEDECKTEN, jedoch zweifellos vorhandenen Schwächen und Fehler AUFDECKEN“.

Passierschein A38 bekommt Geld hinterhergeschmissen

Als momentan nicht in Trier Weilender, bin ich stark auf die Berichterstattung der Trierer Presse angewiesen. Glücklicherweise ist die hiesige Presselandschaft sehr übersichtlich, um es freundlich auszudrücken. Aber ich schweife ab. Jedenfalls las ich heut morgen schier unglaubliches bei 16vor: „Passierschein A 38 ausgezeichnet„. Wie konnte das passieren, wird sich der entsetzte Leser fragen – und glauben Sie mir auch ich war entsetzt.

Die Gruppe Passierschein A38 wurde für dem 2. „Trierer Jugendehrenamtspreises“ vorgeschlagen, bekam diesen dann sogar am Wochenende verliehen und damit 800 Euro geschenkt!

Weiter 16vor:

Damit würdige man insbesondere die “kreativen Aktionsformen” und das “vernetzte Denken” der Passierschein-Mitglieder, die sich vor allem gegen rechtsextremistische Umtriebe engagieren, erklärte Bürgermeister und Sozialdezernent Georg Bernarding am Samstag bei der Verleihung des mit 800 Euro dotierten Preises im Rahmen des vierten “Markts der Möglichkeiten”. Die sichtlich überraschten und lautstark begeisterten Preisträger stimmten sogleich die “Internationale” an.

Wie diese „kreativen Aktionsformen“ und das „vernetzte Denken“ aussieht, wurde hier bereits mehrfach dokumentiert. Wer die glücklichen Preisträger von Angesicht zu Angesicht erleben und sich vielleicht ein Autogramm für die Enkel sichern möchte, der trifft sie (un)regelmäßig im Infoladen.