Infoladen Luxemburg von Schließung bedroht

Der Infoladen Luxemburg in Esch-sur-Alzette ist nach achtjähriger Existenz nun offenbar von der Schließung bedroht. Wie einem Artikel auf der Homepage der Zeitschrift Queesch zu entnehmen ist, soll der Infoladen zum 15. Mai seinen Raum auf dem Gelände der Kulturfabrik räumen, da dieser Raum angeblich für das Atelier der Kulturfabrik benötigt würde. Die Stadt selbst, hat ihr Bedauern ausgedrückt und zugleich vermeldet über keine passende Ersatzimmobilie zu verfügen.

Um den Rauswurf eventuell doch noch verhindern zu können, wird dazu aufgerufen in den nächsten Tagen den Infoladen vermehrt zu besuchen. Geöffnet ist werktags zwischen mindestens 15-21 Uhr. Außerdem finden diverse Veranstaltungen statt:

  • SO 9.5 / BANAYA PARTY FALL. DANCE MELTING POT WORKSHOP 15-17h
    Reggae/Dancehall
    Soundsystem by PAKO & ZIGGY BAYFALL.
  • SO 16.5 INFOLADEN FRÜHJAHRSFEST
    Unter anderem mit Gemüsebarbecue und anderen Leckereien.

Infoladen Luxemburg FlyerDie Adresse des Infoladens Luxemburg lautet:

Infoladen “Schréibs” asbl.
Kulturfabrik
116, rte de Luxembourg
L-4221 Esch-sur-Alzette
Luxembourg
Tél. +352 26552456
eMail: infoladen@luxlist.org

Freedom from Fear

Bürgerrechtlerinnen und Bürgerrechtler rufen europaweit zur Teilnahme an einer Demonstration gegen die ausufernde Überwachung durch Wirtschaft und Staat auf – Am Samstag, den 11. Oktober 2008 unter dem Motto „Freiheit statt Angst – Stoppt den Überwachungswahn!“.

Auch in Luxemburg ist eine solche Aktion geplant. Eine erste in diese Richtung gehende Kundgebung wurde dort neulich bereits von der Grünen Jugend organisiert. Nähere Informationen finden Interessierte rechtzeitig auch auf der Seite der lux. jungen Linken. Sicherlich lohnt es sich, den Sightseeing-Ausflug nach Luxemburg an diesem Tag mit einem Abstecher zur Kundgebung zu verbinden.

Mehr Infos zur Kampagne allgemein findet ihr hier

In diesem Zusammenhang sei nochmals verwiesen auf die Materialien zu unserem Vortrag zum Thema Internetsicherheit von Anfang dieses Jahres, hier und hier.

Ebenfalls erwähnt sei aber auch die interessante politische Kritik, die von anderer, der Sache nach durchaus solidarischer Seite an der „Freiheit statt Angst“-Kampagne geübt wurde. So argumentiert Daniel Kulla, dass die fragwürdige Praxis vieler linker Bürgerrechtler, sich auf einzelne Politiker (wie Schäuble in Deutschland, in Luxemburg wäre das wohl meist Minister Frieden) zu fixieren, dazu führt dass autoritäre Bedürfnisse und Verhaltensweisen in der ganz normalen Bevölkerung verharmlost werden: „Wer in der Zeitung über seine Nachbarn lesen will, was sie für sexuelle Gepflogenheiten haben oder wie gemeinschaftsfeindlich sie sich der unkorrekten Mülltrennung schuldig machen, der hat wenig Skrupel, was einen starken, schützenden Staat angeht„. Ähnlich argumentierte anlässlich einer Demonstration in Berlin zuletzt auch die Zeitschrift Bahamas, die daran erinnert dass „Freiheit statt Angst“ nicht nur die Freiheit des Volks gegen den Staat meint, sondern bisweilen auch der Schutz der bürgerlichen Freiheiten durch den Staat gegen die alltäglichen Zumutungen von ethnischen und religiösen Zwangskollektiven.

Den Vortrag von Kulla online anhören: