14.02. – „Jenny Marx zum 200sten! Geburtstagsfeier für die couragierte Frau an der Seite des berühmten Sohnes der Stadt Trier Karl Marx“

Jenny Marx um 1835Am 14. Februar veranstaltet die Rosa-Luxemburg-Stiftung Rheinland-Pfalz eine Tagung anlässlich des 200. Geburtstages von Jenny Marx. Die Veranstaltung beginnt um 18 Uhr in der Volkshochschule Trier (Domfreihof).

Jenny von Westphalen, geboren am 12. Februar 2014 in Salzwedel, wuchs in Trier in einer Atmosphäre liberaler Bildungsbürger auf. Seit ihrer Heirat mit Karl Marx 1843 ging sie kompromisslos mit ihm den gemeinsamen Lebensweg. Sie war seine Sekretärin, war gleichermaßen seine Lektorin und Managerin. Sie begleitete ihn ins Exil, zuerst nach Paris und Brüssel.

Während der Revolution 1848/49 lebten beide in Köln, wo Marx als Chefredakteur der »Neuen Rheinischen Zeitung« wirkte. Nach dem Verbot der Zeitung ging das Ehepaar Marx bis zu beider Lebensende ins Exil nach London. Jenny Marx brachte sieben Kinder zur Welt, von denen drei erwachsen wurden.

Mit der Verbesserung ihrer Lebensumwelt nahm Jenny regen Anteil an der gesellschaftlichen und kulturellen Umgebung in London. Gern war sie Gastgeberin von Mitgliedern der Internationalen Arbeiterassoziation und charismatische Fürsorgerin der Flüchtlinge der Pariser Kommune.

Jenny Marx war der Zentralpunkt des »Unternehmens « Marx. Mitte der siebziger Jahre des 19. Jahrhunderts verfasste sie Theaterkritiken und besprach Londoner Shakespeare-Aufführungen für die »Frankfurter Zeitung«. Wie sie sich um ihre Kinder sorgte, war sie an der Seite ihrer Enkelinnen und Enkel. Die Sorge um deren Gesundheit trieb sie Mitte 1881 noch einmal nach Argenteuil, ehe sie am 2. Dezember 1881 in London verstarb.

Programmablauf
Zeit Format Titel Mit Info
18:00 Begrüßung
18:10 Vortrag Jenny Marx und ihre Freundschaft zu den alten 48ern Prof. Dr. Rolf Hecker, Historiker, Berlin Jenny Marx war für ihre Zeit eine über die Maßen emanzipierte und couragierte Frau. Die überlieferten Briefe von ihr und an sie, die erstmals vollständig in einer Publikation erscheinen, belegen eindringlich, dass sie nicht nur die Gattin an der Seite ihres berühmten Mannes und die Mutter ihrer Kinder war, sondern eine politisch engagierte Frau, die „Geschäftsführerin“ in Sachen Publikationstätigkeit und eine am Theaterleben interessierte Zuschauerin. In ihren Briefen an Freunde und Weggefährten schilderte Jenny Marx offen ihre Sorgen und Nöte, aber auch ihre Freuden und Hoffnungen. Der Briefwechsel mit den „alten 48ern“ – den Teilnehmern an der Revolution 1848/49 in den deutschen Landen – wie Johann Philipp Becker (Genf), Adolf Cluß (Washington), Ferdinand Lassalle (Düsseldorf, Berlin), Victor Schily (Paris) und Joseph Weydemeyer (New York) war zeitweise besonders intensiv.
19:00 Pause Es besteht die Möglichkeit, Getränke zu sich zu nehmen.
19:30 Szenische Lesung Jenny und Eleanor Marx. Zwei Frauen im Schatten eines Genies – ein fiktives Gespräch zwischen Mutter und Tochter Kalliope-TeamBeatrice Bergner, Schauspielerin, BerlinGisela M. Gulu, Journalistin, Berlin

Petra Patzer, Musikerin, Berlin

Dieses Gespräch ist nie geführt worden. Im Hause Marx sprach man nicht über intime Dinge und versuchte tunlichst, die bittere Armut nach außen hin zu kaschieren. Wie die verwöhnte Jenny (1), geborene von Westphalen, dieses Leben ertragen hat, – schon das allein ist bewundernswert. Immer ist diese Frau standhafte und starke Gefährtin eines Mannes gewesen, der für das Glück der Menschheit kämpfte. Die eigene Familie gehörte eher nicht dazu. Erst als die jüngste Tochter, Eleanor – genannt Tussy (2) – geboren wurde, ging es langsam bergauf, – auch dank der ständigen, oft lebensrettenden Unterstützung durch Friedrich Engels. Und doch ließen sich weder Jenny noch Eleanor beirren in ihrer Leidenschaft für die Sache, der Karl Marx sein Leben geweiht hat.
21:30 Ausklang mit Imbiss
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