16.01. – Die Toten vor Lampedusa sind unvermeidlich. Fragt sich nur – wofür?

lampedusaAm 16.01. veranstaltet das AStA Referat für Antirassismus und -faschismus einen Vortrag mit dem Titel „Die Toten vor Lampedusa sind unvermeidlich. Fragt sich nur – wofür?“. Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr im Multikulturellen Zentrum (Balduinstr. 6, Trier).

Auch wenn es niemand so sagen will: Die toten Flüchtlinge sind für die ökonomischen Interessen der führenden kapitalistischen Staaten und ihrer Unternehmen unvermeidlich! Sie sind als Teil der zivilen Opfer des europäischen Imperialismus notwendig!

  •  Die Toten sind nicht Opfer „gewissenloser Schleuserbanden“, die der Innenminister nun pressewirksam verantwortlich machen will, sondern sie sind die Folge einer effizienten Abriegelung der europäischen Außengrenzen, für die Herr Friederich entschlossen einsteht.
  • Die Toten sind nicht Opfer „unserer aller“ Gleichgültigkeit und Ignoranz gegenüber dem Leid der Flüchten den, wie dies Presse und Bundespräsident glauben machen wollen, sondern sie sind Produkte der ökonomischen, politischen und militärischen Erfolgsstrategie eines Staates, dem Herr Gauck nicht ohne Stolz vorsteht.
  • Die Toten bezeugen nicht das „Scheitern der europäischen Flüchtlingspolitik“, wie dies deutsche Flüchtlingsorganisationen in ihrer grenzenlosen Staatstreue postulieren, sondern sie sind Ausdruck erfolgreicher Grenzsicherung.

Auch wenn es niemand so sagen will: Die nun öffentlich zur Schau getragene Betroffenheit dient nicht den toten Flüchtlingen – wie sollte sie auch!

  • Scham und Trauer gelten dem Ansehen des europäischen Staatenbündnisses, seiner Machthaber und seiner Werte!
  • Angesichts von überdurchschnittlich vielen Grenztoten geht es Presse und Politik um die Wiederherstellung der Glaubwürdigkeit jener Werte, in deren Namen von Afghanistan bis Mali Krieg geführt wird!

Prof. Dr. Arian Schiffer-Nasserie ist Hochschullehrer an der Evangelischen Fachhochschule Rheinland-Westfalen-Lippe in Bochum. Schwerpunkte Sozial- und Migrationspolitik. Im Vortrag wird er die o.g. Thesen erläutern; anschließend gibt es Gelegenheit zur Diskussion.

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