AGF: „Die Geschichte rechtfertigt eine Umbenennung der Hindenburgstraße“

Im Folgenden dokumentieren wir eine Pressemitteilung des Arbeitskreis „Trier im Nationalsozialismus“ zur Debatte um die Umbenennung der Hindenburgstraße.

Rechte Gewalt und rassistische Mordtaten sind leider eine beängstigende Realität in Deutschland. In Trier steht dem eine Gegenbewegung aus zahlreichen gesellschaftlichen, politischen und religiösen Organisationen und Einrichtungen gegenüber, die entschlossen ist, der Wiederkehr und Ausbreitung von rassistischem Denken, Hass und Gewalt in dieser Gesellschaft entgegentreten. Auch in diesem Jahr erinnern zahlreiche Veranstaltungen und Aktionen an die Machtergreifung der Nazis, die Deportation von unschuldigen Menschen in Vernichtungslager, die Reichspogromnacht und viele Gräueltaten mehr, die von Nationalsozialisten verübt wurden. Vor diesem geschichtlichen Hintergrund begrüßen wir die erneute Diskussion über die Umbenennung der Hindenburgstraße.

 „Als Initiator der ‚Dolchstoßlegende‘ und durch die Machtübergabe an die Nationalsozialisten 1933 hat Hindenburg einen zentralen Beitrag zur Etablierung der nationalsozialistischen Diktatur geleistet. Andere Darstellungen und Auslegungen, die die Rolle Hindenburgs herunterspiele und dadurch den tatsächlichen Geschichtsverlauf beschönigen, sind nicht akzeptabel und historisch umstritten.“ so Tina Schwenk vom Arbeitskreis „Trier im Nationalsozialismus“ der AG Frieden.

 „Für uns ist klar: Es gibt keinen Grund, einen Straßennamen in Trier zu belassen, der an den früheren Reichspräsidenten erinnert.“ so Markus Pflüger von der AGF. „Wie brisant das Thema ist, zeigte sich, als im Februar dieses Jahres die NPD für den Erhalt der Hindenburgstrasse marschierte. Eine Straße, die nach einem Mann benannt ist, der Adolf Hitler zur Macht verhalf. Der AGF-Arbeitskreis „Trier im Nationalsozialismus“ fordert den Stadtrat auf, die Hindenburgstraße umzubenennen.“ so Markus Pflüger von der AGF. „Zudem fragen wir uns, wie es mit der versprochenen Bürgerbeteiligung aussieht? Die durchgeführte ‚Blitzumfrage‘ der Anwohner der Hindenburgstraße ist nicht ausreichend, um ein umfassendes Meinungsbild zu erhalten. Das Bürgerbeteiligungsverfahren muss ordentlich umgesetzt werden – schließlich betrifft diese Straße alle Triererinnen und Trierer!“

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