Nazi-Aufmarsch am Samstag den 17.03. [UPDATE 13.03]

Die NPD Trier plant für den kommenden Samstag, den 17.03., eine Demonstration vom Hauptbahnhof durch die Innenstadt. Die Nazis erwarten ca. 60 Teilnehmer*innen. Ihre Demo soll um 14 Uhr am Hauptbahnhof starten, erfahrungsgemäß dürften die Nazis sodann über die Theodor-Heuss-Allee zum Simeonstiftplatz ziehen.

Ab 13 Uhr findet an der Porta Nigra, in direkter Nachbarschaft zum Simeonstiftplatz, eine Gegenkundgebung des Bündnis gegen Rechts statt. Diese Kundgebung unterstützt auch der Infoladen. Im folgenden dokumentieren wir den Aufruf:

Nazis reden nur Blech –
Trier braucht Dich und keine Nazis!

Die NPD ruft am Samstag, den 17.03.2012, um 14 Uhr ab Hauptbahnhof Trier, zu einer Kundgebung unter dem Motto „Stahlhart für soziale Gerechtigkeit – Volkssolidarität kontra Kapitalherrschaft“ auf.

Anlässlich dieses erneuten Neonaziaufmarsches, ruft das Bündnis gegen Rechts dazu auf, sich an der Gegenkundgebung um 13.00 Uhr an der Porta Nigra in Trier zu beteiligen. Unsere Kundgebung ist ein klares Zeichen gegen Rassismus und Neofaschismus.

Mit einfachen Parolen gegen Sozialabbau, Globalisierung und US-amerikanische Militärpräsenz, für „Heldengedenken“ oder „Volkssolidarität“ treten sie wie vor 1933 als Wolf im Schafspelz auf.
Die NPD gesteht den ArbeitnehmerInnen keine demokratischen Mitbestimmungsrechte zu. Stattdessen setzen sie auf den autoritären Führerstaat.

Im Bündnis gegen Rechts sind zahlreiche Organisationen vertreten, die sich auch mit der sozialen Frage beschäftigen. Wir treten als TriererInnen für den Erhalt von Arbeitsplätzen ein. Wir stellen uns aber konsequent gegen die Vereinnahmung durch die rechten Rattenfänger und Gewerkschaftsfeinde. Wir stellen uns gegen die Verbreitung der menschenverachtenden Parolen durch Neonazis und ihre Relativierung des Faschismus und werden diese demagogische Hetze nicht tatenlos hinnehmen. Es ist unerträglich, wenn Neonazis und ihre Anhängerschaft ungestört in Trier ihr völkisches Weltbild verbreiten.

Tatsächlich sind sie wie damals gegen Demokratie und Gewerkschaften, gegen fortschrittliche Kräfte und mit ihrer Sündenbocktheorie gegen alles, was Ihr Weltbild stört. Sie grenzen vor allem MigrantInnen und Minderheiten aus und greifen sie und auch AntifaschistInnen an, um sich selbst zu erhöhen.

Deswegen rufen wir alle demokratischen Kräfte auf: Kommt zu unserer Kundgebung!
Wo sich die Neonazis einmal etabliert haben, ist ein friedliches Miteinander nicht möglich.
Die faschistische NPD darf nicht toleriert werden, weder in Trier noch anderswo.
Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen!

Bisherige Redebeiträge auf der Kundgebung:

• Marcus Heintel – Deutscher Gewerkschaftsbund
• Thomas Kupczik – Arbeitsgemeinschaft Frieden Trier
• Fabian Jellonnek – Multikulturelles Zentrum Trier

Bisherige UnterstützerInnen:
Arbeitsgemeinschaft Frieden Trier, Autonome Antifa Trier, Bündnis 90 / Die Grünen KV Trier,
Deutscher Gewerkschaftsbund Region Trier, Die Linke Trier-Saarburg, DKP Trier, Evangelische Studentinnen und Studenten Gemeinde, GEW Trier, IG Metall Trier, Infoladen Trier, Jusos Trier, Multikulturelles Zentrum Trier, Linksjugend [’solid] Trier, SDAJ Trier, SPD Trier, ver.di-Jugend Trier

Weitere Infos folgen hier, auf der Seite der Autonomen Antifa Trier und auf dem extra eingerichteten Demoblog! Stay tuned! Alerta Antifascista!

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Ein Kommentar zu “Nazi-Aufmarsch am Samstag den 17.03. [UPDATE 13.03]

  1. Aktuelle Informationen zur Nazidemo sind während dessen beim „Infotelefon“ zu erfahren. Die Nummer ist wie folgt:
    0157-87705167

    Falls jmd. bei der Gegendemo festgenommen wird und rechtliche Informationen oder rechtlichen Beistand benötigt ist der „Ermittlungsausschuss“ (EA) unter folgender Nummer anzurufen:
    01525-1991748

    Gut ist es, die Nummern bei sich zu tragen oder auf ein Körperteil geschrieben zu haben!
    Wichtige aktuelle Informationen sind auch beim Twitteraccount der Autonomen Antifa Trier nachzulesen. Hier der Link dazu:
    https://twitter.com/trier_17_03

    Wenn ein rechtlicher Beistand benötogt wird, sollte eventuell auch die Rote Hilfe zu Rate gezogen werden. Weitere Infos zur Roten Hilfe unter:
    http://www.rote-hilfe.de

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