07.06. – „Studierende gegen das System: Die grüne Revolution in Iran“

Am 07. Juni 2010 veranstaltet das AStA Referat für Politische Bildung eine Veranstaltung zu den Protesten gegen das iranische Regime im Jahr 2009 aka „Grüne Revolution„. Der Vortrag findet um 18 Uhr im Raum A 9/10 (Uni Trier) statt. Referieren werden Siamak Mousavi und Bahman Nirumand. In einer Pressemitteilung zur Veranstaltung heißt es weiter:

Siamak Mousavi war Dozent an einer Universität in Teheran. Aufgrund seiner Beteiligung an den Studierendenprotesten 2009 musste Herr Mousavi aus dem Iran emigrieren. Seit einem halben Jahr promoviert er an der Universität Trier. Bei unserer Veranstaltung wird er seine eigene spannende Lebensgeschichte und seine Sicht der letztjährigen  Studierendenproteste schildern.

Dr.Bahman Nirumand ist Publizist, Autor und Iran-Kenner. Er studierte in Tübingen, München und Berlin Germanistik, Philosophie und Iranistik. Herr Nirumand ist Autor zahlreicher Bücher und verfasst Artikel unter anderem für die Zeit, den Spiegel und die Frankfurter Rundschau. Er gibt jeden Monat für die Heinrich-Böll-Stiftung den „iran-report“ heraus. Er gilt als bedeutendster Iran-Experte in Deutschland.

Advertisements

3 Kommentare zu “07.06. – „Studierende gegen das System: Die grüne Revolution in Iran“

  1. Heinrich-Böll-Stiftung? Naja, ob es dann auch zu einer Kritik vom Ahmadinedschad-Konkurrenten Mussawi kommen wird? Immerhin war der in den 80ern auch an Massakern an linken Oppositionellen beteiligt, bei denen Tausende umkamen. Insofern bleibt es fraglich, wieviel diese „Grüne Revolution“ in Sachen Menschenrechten und Demokratie wirklich hätte bringen können (mittlerweile sind die Proteste ja leider etwas abgeebbt).

  2. Nun, um rauszufinden ob es zu einer Kritik an Mussawi kommen wird geht man am besten zum Vortrag.

    Ansonsten hast du natürlich recht. Mussawi ist „nur“ das geringere Übel im Vergleich zu Ahmadinedschad. Zumal man bedenken muss, dass im Iran die Macht momentan letztendlich nicht beim Präsidenten sondern beim „Obersten Rechtsgelehrten“, also bei Khamenei, liegt.

    Ein bloßes Austauschen des Präsidenten würde somit wahrscheinlich nicht sehr viel ändern. Dies liegt auch ein näherer Blick auf die Regierungszeit des als „moderat“ geltenden Vorgängers von Ahmadinedschad, Chatemi, nahe.

    Trotzdem hätte ein erfolgreicher Sturz Ahmadinedschads zumindest ein erster Implus zu weiterreichenden Veränderungen sein können.

  3. „Trotzdem hätte ein erfolgreicher Sturz Ahmadinedschads zumindest ein erster Implus zu weiterreichenden Veränderungen sein können.“ Da geb‘ ich dir Recht und eben deshalb ist es notwendig, die iranische Opposition zu unterstützen und sich mit ihr zu solidarisieren; und zwar an ihrer Basis.

    Aber Mussawi als „kleineres Übel“? Daran zweifle ich stark. Ich glaube, dass er höchstens rhetorisch das „kleinere Übel“ ist. Praktisch hat er ja schon bewiesen, dass unter ihm politische Repression keinesfalls weniger ist als unter Ahmadinedschad; schließlich war er mitverantwortlich für Massaker an linken Oppositionellen in den 80er Jahren.
    Unter einem „kleineren Übel“ würde ich einen Reformer sehen, der der Opposition zumindest wieder Freiräume einräumt. Dies sehe ich aber bei Mussawi nicht gegeben.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s