04.02. – Was macht eigentlich die Bourgeoisie? (Vortrag)

Am 4. Februar 2010 wird Beate Landefeld auf Einladung der HSG Linke Liste einen Vortrag mit dem Titel „Was macht eigentlich die Bourgeoisie – Eigentum und herrschende Klasse in der BRD heute“ halten. Die Veranstaltung beginnt um 18°° Uhr im Raum A11 der Universität Trier. Unterstützt wird die Veranstaltung durch die Jenny Marx Gesellschaft.Aus dem Ankündigungstext:

Zeiten der Krise sind ebenso Zeiten der schnellen Veränderung in den Besitzverhältnissen vor allem in Kapitalgesellschaften. Berichte von Übernahmen und Fusionen machen nahezu wöchentlich die Runde. Doch wer besitzt eigentlich diese großen Kapitalgesellschaften? Auch unter Linken ist viel vom „transnationalen Kapital“ die Rede und nur noch selten von der „herrschenden Klasse“, womit in der Vergangenheit meist die Bourgeoisie des eigenen Landes gemeint war. Gibt es sie noch, die Klasse der Eigentümer an den Produktionsmitteln? Oder ist das Eigentum an Produktionsmitteln heute in Form der Kapitalgesellschaften mit Tausenden von Aktionären vergesellschaftet? Ist Kapitaleigentum durch deregulierte Kapitalmärkte und international agierende Investoren transnationalisiert und die Bourgeoisie zu einer transnationalen Klasse geworden? Ziel des Vortags ist es, sich entlang dieser Fragen einmal genauer anzuschauen, was es mit den Besitzverhältnissen der großen Industrie- und Handelsunternehmen in der BRD auf sich hat. Entgegen weitverbreiteter Annahmen soll das Referat zu einem, wenn nicht verblüffenden, so doch zumindest selten ausgesprochenen Schluß gelangen: Die Entwicklung in den Eigentumsstrukturen ergibt, daß das Familieneigentum nicht weniger, sondern in den letzten Jahren weiter an Bedeutung erlangt hat und daß nach wie vor zurecht die Rede von deutschem Kapital mithin von deutscher Bourgeoisie die Rede sein kann, ja vielmehr sogar die Rede sein muß.

Die Linke Liste ist der Auffassung, daß mit derlei Thesen, die sie als zutreffend erachtet, ein kleiner Beitrag zur Korrektur eines seit dem Aufkommen der Globalisierungsdebatte sich hartnäckig konservierenden Urteils über die Struktur der globalen und nationalen Ökonomie geleistet werden kann. Sie versteht diesen Beitrag nicht bloß als einen rein theoretischen. Denn sie geht davon aus, daß theoretische Verallgemeinerungen stets auch Rückwirkungen auf die politische Praxis besitzen. Somit ist die Veranstaltung auch als ein Diskussionsangebot darüber zu verstehen, inwieweit eine unter Linken weitverbreitete Kritik an den Finanzmärkten, am „finanzmarktgetriebenen Kapitalismus“, an der „Globalisierung“ im Allgemeinen zutreffend und zureichend ist. Sie möchte die Frage aufwerfen, ob der Protest gegen globale Institutionen (G8, IWF, Weltbank) immer gleich die richtige und vor allem einzige Adresse sein muß oder ob es nicht wieder wichtig werden könnte, den Blick auf die herrschende Klasse im eigenen Land zu richten. Wir hoffen, daß dieses Angebot wahrgenommen und mit uns über die vorgestellten Thesen gestritten wird.

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3 Kommentare zu “04.02. – Was macht eigentlich die Bourgeoisie? (Vortrag)

  1. die ham so schöne nasen,die jungs vonner bourgeoisie.wie man se kennt:n janzen tach rumsitzen jeld zähln und unsereins nur malochen,malochen.schweinesystem sowas

    hoffentlich werden namen genannt:da werd ich gleich aktiv.sozialneid muss praktisch werden!!!

  2. Ist ja schön, dass du dich mit deiner „Kritik“ am Flyer festsetzt und dich nicht darum bemühst Inhalt des Ankündigungstextes zu rezipieren. Dann hättest du vielleicht gemerkt, dass „Sozialneid“ und Personifizierung von gesellschaftlichen Charaktermasken nicht Ziel dieses Vortrags ist, sondern die Eigentumsverhältnisse einer gesellschaftlichen Klasse. Allein die dort genannte Verabschiedung von der ideologischen Dichotomie „böser finanzmarktgetriebener Kapitalismus“ hier und „guter Maloche in den Fabriken“ da, hätte dir eigentlich ins Auge fallen müssen, wo du doch so sensibel auf „linken“ Antisemitismus und verkürzte Kritik anzuspringen scheinst.
    Im Übrigen recht peinlich, dass du gerade das Werk eines Künstlers wie George Grosz als antisemitisch kritisierst, die Nazis fanden den nämlich gar nicht so cool („entartete Kunst“ und so, weißte?). Nichts für ungut, aber nächstes Mal vielleicht besser mal nachforschen, bevor man rumpalavert.

    • kein wort im text von den charaktermasken,kein wort über die probleme einer moralisierenden „argumentation“,kein wort über stereotype darstellung und charakterzuschreibungen.grosz ist geschenkt,bildsprache eindeutig.werft fragen auf und debattiert mit den g8-gipfelstürmern im studisprech.

      ach ja:“Nichts für ungut, aber nächstes Mal vielleicht besser mal nachforschen, bevor man rumpalavert.“
      du bist so dumm,hoffentlich biste beim wissenden bauchkraulen eingeschlafen und hast dir den kräutertee übern marxbart gekippt.

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