Nazikonzert in Wittlich

Der Volksfreund berichtete Anfang der Woche:

Ein als private Feier getarntes Skinhead-Konzert in der Bombogener Grillhütte ist am Wochenende vorzeitig abgebrochen worden. Als die Polizisten gegen Mitternacht auftauchten, wurden sie von den teils erheblich alkoholisierten Rechtsextremen mit Flaschen und anderen Gegenständen beworfen. Verletzte gab es nicht. Alle 120 Konzertbesucher wurden überprüft und erkennungsdienstlich behandelt, bevor sie einen Platzverweis bekamen und die Grillhütte räumen mussten …“ (more)

Und am Tag danachmehr noch:

Schon allein ein Blick auf die Kennzeichen der Fahrzeuge habe ergeben, dass die der rechten Szene zuzuordnenden Besucher auch aus anderen Bundesländern angereist waren. „Es gibt in unserem Beritt hier keine sich manifestierende Szene rechter Skinheads“, sagt Reinhard Rothgerber, Pressesprecher des Polizeipräsidiums in Trier, „Solche Veranstaltungen finden bundesweit statt. Diese Konzerte sind ein Mittel, um rechtes Gedankengut zu verbreiten. Darin sehen wir eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit. Und wir wollen konsequent gegen solche Machenschaften vorgehen. Das ist auch ein Signal, dass wir so etwas in unserer Region nicht dulden.“ An eine vergleichbare Razzia kann sich Reinhard Rothgerber, der sein neun Jahren im Polizeipräsidium Trier arbeitet, nicht erinnern . Das Präsidium hatte gemeinsam mit der Polizeiinspektion Wittlich und der Bereitschaftspolizei mit 300 Beamten in der Nacht zum Sonntag das Skinhead-Konzert auf einer Grillhütte im Wittlicher Stadtteil Bombogen aufgelöst … Die Beamten, die mit Flaschen und Gegenständen beworfen wurden, stellten eine Reichkriegsflagge und eine Hakenkreuzfahne sicher.  …“ (more)

Nun mag man zwar als Trierer denken: Wittlich, da ist das alles kein Wunder, dass die Stadt IC-Bahnhof ist, ist schon das schmeichelhafteste was es darüber zu sagen gibt, aber das stimmt nicht. Es sei vielmehr erinnert, dass es in Wittlich diesen Herbst eine umfangreiche Veranstaltungsreihe zum Thema Nationalsozialismus, Antisemitismus und 70 Jahre Pogromnacht gibt, mit Vorträgen, Ausstellungen, Lesungen u.v.a.m. von denen man in Trier ruhig eine Scheibe sich abschneiden könnte. Mehr Informationen dazu hier.

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