So klingt die neue Mitte…

Wer wissen will wie es um rechte und reaktionäre Tendenzen in der Popmusik bestellt ist, dem sei der Vortag „Wie klingt die neue Mitte?“ empfohlen, der am 28.05.08 ab 19.30 Uhr im ExHaus zu hören ist.

Bands wie Rammstein und Die Böhsen Onkelz sind nur die Spitze eines Eisbergs. »Wie klingt die Neue Mitte?« zeigt auf, wie rechte und reaktionäre Ästhetik als tragendes Rock-Element hat mehrheitsfähig werden können. Rockmusik war über Jahrzehnte von jedem Verdacht frei, staatstragende oder sogar rechte Inhalte zu vermitteln. Doch die Musik, die einmal als Soundtrack für jugendlichen Protest und kritische Inhalte stand, ist längst in der Mitte der Gesellschaft angekommen und offenbart dort schlimmstenfalls deren reaktionäre Gesinnung. Öffentliche Debatten werden nicht mehr durch Slogans wie »No future!«, sondern durch Parolen wie »Ausländer raus!« erregt. In der Neuen Mitte selbst sorgt es kaum mehr für Aufsehen, wenn Wolfgang Niedecken, ehemals friedensbewegter Barde, sich für die Nato-Einsätze in Jugoslawien ausspricht.

Referieren wird Martin Büsser, Autor des gleichnamigen Buches.

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