„Befreit die Saar, Genossen!“

So lautet leider keine aktuelle politische Forderung, sondern es ist fiel mehr der Titel zu einem Vortrag von Luitwin Bies über den antifaschistischen Widerstand im Saarland, den das Referat für Antirassismus und Antifaschismus am Dienstag (22.04.) aber 18 Uhr im Raum B14 der Uni Trier veranstalten wird.

Zur Saarabstimmung am 13. Januar 1935 dichtete Bertolt Brecht noch „Haltet die Saar, Genossen!“. Die Hoffnung war groß, das Blatt noch wenden zu können, doch schon am 1. März erfolgte der Anschluss des Saarlandes an das faschistische Deutschland.

Dennoch regte sich Widerstand im Anschluss an den Abstimmungskampf, nun aber unter dem Vorzeichen „Befreit die Saar, Genossen!“, um für Freiheit und Frieden zu kämpfen – gegen den Faschismus und seine Verbrechen.

Luitwin Bies zeigt in dem Vortrag an Beispielen die Arbeit der Widerstandsgruppen in der Grenzregion auf, rekonstruiert an Gerichts- und Polizeiakten, aus privaten Quellen und aus der Literatur das Schicksal einzelner Personen und das der Gemeinschaften, denen sie angehörten. Es ist – wie an vielen anderen Orten auch – ein Bericht über Verfolgte und ihre Verfolger, über Mut und Feigheit, über Solidarität und Verrat.

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2 Kommentare zu “„Befreit die Saar, Genossen!“

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