Am 30. Januar 2012 findet ab 18.30 Uhr ein Vortrag zum Thema Sexismus in der Linken statt. Veranstaltet vom AStA Referat für Antirassismus und Antifaschismus, dem autonome feministische Frauen- und Lesbenreferat des AStA und dem autonomen Schwulenreferat des AStA. Der Vortrag findet im Raum B12 der Uni statt.
Machogehabe in der Antifa, Homo- und Transphobie, mangelhafter Umgang mit sexualisierter Gewalt in intimen Beziehungen… Trotz gegenteiligem Selbstverständnis werden auch innerhalb der radikalen Linken Sexismen (re-)produziert. Dies hat zugleich immer wieder Einsprüche von feministischen Aktivist_innen provoziert: Von Sozialistinnen, die um die Jahrhundertwende für die Rechte der Arbeiterinnen kämpften, über die Aktivistinnen aus der 68-Bewegung, die mit dem Slogan „das Private ist Politisch“ für Aufruhr unter ihren Kommilitonen sorgten, bis zu queer-feministischen Theoretiker_innen, die seit den 1990er Jahren auch in der Linken mit liebgewonnen Biologismen wie Zweigeschlechtlichkeit und Heteronormativität aufräumen.
Der Vortrag nimmt diese Auseinandersetzungen zum Anlass, die Reibungspunkte zwischen Frauen*Lesben*Trans*bewegung(en) und linker Praxis zu beleuchten und dabei einen kleinen Streifzug durch die Geschichte (queer-)feministischer Theorien und Kritiken zu unternehmen.
