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Via Daniel Kulla:

Wir sind keine Kommunisten, welche die persönliche Freiheit vernichten und aus der Welt eine große Kaserne oder ein großes Arbeitshaus machen wollen. Es gibt freilich Kommunisten, welche es sich bequem machen und die persönliche Freiheit, die nach ihrer Meinung der Harmonie im Weg steht, leugnen und aufheben wollen; wir aber haben keine Lust, die Gleichheit mit der Freiheit zu erkaufen.

Karl Schapper in der ersten Ausgabe der Kommunistischen Zeitschrift des Bundes der Kommunisten, September 1847.

Unter dem Titel “Ist der Kapitalismus noch zu retten? – Die Weltwirtschaftskrise und ihre Folgen” lädt die Hochschulgruppe Linke Liste in Kooperation mit der Jenny-Marx-Gesellschaft zu einem Vortrag mit Lydia Krüger (wissenschaftliche Mitarbeiterin von Sarah Wagenknecht) ein. Beginn ist um 18 Uhr im Raum B12 der Uni Trier.

Die Weltwirtschaft befindet sich in der schwersten Krise seit den dreißiger Jahren. Ausgelöst im Jahr 2007 durch einen Hypothekencrash in den USA haben wir es inzwischen mit einer weltweiten Krise der Finanzmärkte, der Überproduktion, der Beschäftigung und des Neoliberalismus zu tun.

Am Mittwoch (1. Juli) findet um 20°° Uhr im Raum B21 der Universität Trier ein Vortrag mit dem Titel “Die Zapatistische Bewegung – Theorie und Praxis einer anderen Welt” statt.

In dem Vortrag wird über Geschichte, Hintergründe und Entwicklung der indigenen Freiheitsbewegung in Chiapas/Mexiko berichtet. Sowie auf die persönlichen Erfahrungsberichte der Referenten, David Aderholz und Robin Brodt, während ihrer Menschenrechtsbeobachtungen in den zapatistischen Gemeinden eingegangen. Und damit eine Betrachtung des Verhältnisses zwischen Theorie und Praxis der zapatistischen Ideale.

Veranstalter ist das Referat für politische Bildung des AStA der Universität Trier.

Wer sich schon immer dafür interessiert hat, ob und wenn ja was der Verfassungsschutz denn über einen so weiß, für den gibt es den Weg eines sog. Auskunftsersuchens. Das heißt mensch kann an staatliche Stellen eine Bitte um Auskunft der über ihn dort gespeicherten Daten stellen. Damit nun nicht unnötige Zeit damit drauf geht Adressen zu suchen und Briefe zu formulieren, bietet die Seite datenschmutz.de einen Generator für Auskunftsersuchen an.

Mit diesem lassen sich bequem Anschreiben für alle Landeskriminalämter und Landesämter für Verfassungsschutz sowie für BKA, Bundesamt für Verfassungsschutz, BGS, Zoll und Zentrales Verfahrensregister generieren. Sinnvollerweise sollte man erstmal nur bei dem Landesamt für Verfassungsschutz anfragen, welches für das Bundesland in dem mensch wohnt zuständigt ist. Eine Anfrage bei anderen Landesämtern lohnt meist nicht und auch beim LKA, BKA etc. ist es unwahrscheinlich, dass Daten über einen gespeichert sind – außer diese Behörden führten schon ein Ermittlungsverfahren gegen einen.

Nach dem abschicken des Briefes heißt es erstmal warten. Wenn keine Daten gespeichert sind, erfolgt eine Antwort meist innerhalb von wenigen Tagen. Sind dagegen Daten gespeichert, kann es durchaus ein paar Wochen dauern, da die Behörde dann erst einmal entscheiden muss, welche Daten sie herausgibt und welche nicht. Manchmal wird auch erst noch eine Kopie des Personalsausweises zur Identifikation angefordert.

Nähere Informationen zum Verfahren und einige Fallbeispiele gibt es wiederum bei datenschmutz.de.

Neben dem Bildungsstreik stehen in Trier in den nächsten Wochen außerdem noch einige Veranstaltungen der einzigen linken Hochschulgruppe in Trier – der Linken Liste – an. Auf diese sei im Folgenden kurz verwiesen:

  • “Phänomenologie des Falschen”
    Diskussion mit Input zur Kritik der hiesigen und zeitgenössischen Wissenschaft.
    15.06. – 16 Uhr @ Raum D031, Uni Trier
  • “Soziale Ungleichheit und Bildung”
    Workshop mit Stefanie Schröder.
    19.06. – 14:00-18:00 Uhr @ Raum B14, Uni Trier
  • “Philosophische Grundlagen des Kapitals”
    Vortrag mit Holger Wendt.
    26.06. – 18 Uhr @ Raum B12, Uni Trier
  • Workshop Kapital Lektüre
    Workshop mit Holger Wendt. Veranstaltet von der HSG Linke Liste.
    27.06. – 10-16 Uhr @ Raum C01, Uni Trier

Der Hinweis mag zwar etwas spät kommen, aber besser jetzt als nie: In der kommenden Woche finden auch in Trier eine Menge Veranstaltungen im Rahmen des bundesweiten Bildungsstreiks statt. So gibt es unter anderem ein Campus-Camp, ein Konzert, eine Demo, eine Party, einen Haufen Vorträge usw. usf. Jedenfalls zu viel um es hier alles aufzuzählen, deshalb verweisen wir einfach auf das exellente Blog des AK Protests.

Mit Entsetzen haben wir alle die Berichte über die Demo am 5.6 in Trier gelesen. Alle Redebeiträge wurden erwähnt, ausser der der Gruppe Passierschein A38 – Super, wir bewegen uns!. Das können wir natürlich nicht auf uns sitzen lassen. Hier nun die Rede ganz exklusiv und in voller Länge, für alle die, die aufgrund der schlechten Anlage auf der Demo nichts verstanden haben.

 http://marxcity.files.wordpress.com/2009/06/redebeitrag-passierschein-version-1-41.pdf

Der ursprünglich für den 19. Mai vorgesehene Vortrag “Post Porn Politics – Warum nicht lieber anders ficken…?” von Tim Stüttgen findet nun am 09. Juni 2009 um 18°° Uhr in Raum B14 der  Universität Trier statt.

Inhaltlich wird es immer noch um folgende Fragen gehen:
Warum Porno gucken? Warum nicht? Oder warum nach anderen Pornos suchen? Wie Sex-Performance theoretisieren? Wie zensurlos kritisieren? Und warum ist der Körper Opfer kapitalisitischer Vergesellschaftung?

Post Porn Politics Flyer

Post Porn Politics Flyer

Veranstalter bleibt weiterhin das Autonome Frauen- und Lesbenreferat des AStA der Uni Trier.

Aus gegebenem Anlass nochmal ein letzter Hinweis auf die Antinazidemo am Freitag,  5. Juni, in Trier. Die Demonstration startet um 17°° Uhr am Hauptmarkt. Aktuelle Informatiionen finden sich auf der Homepage zur Demo.

Plakat zur Demo am 5. Juni

Plakat zur Demo am 5. Juni

Der Infoladen ist während der Demo geschlossen.

Bilder vom 30. Mai

Am 30. Mai führte die NPD eine Wahlkampfkundgebung auf dem Simeonsstiftsplatz in Trier durch. Es kamen neben 29 Neonazis, auch mehrere hundert Gegendemonstranten, die dafür sorgten, dass die NPD vor allem sich selbst unterhielt. Auf Seiten der Rechtsradikalen fanden sich neben den Rednern Safet Babic, Udo Voigt und Matthias Faust (DVU) auch Vertreter der Kameradschaft Zweibrücken und der Republikaner.

Presseberichte zu diesem Tag gibt es beim NPD Blog, 16vor und dem Volksfreund. Die NPD versucht sich derweil den Tag schön zu reden.

Zahlreiche Fotos der Kundgebung gibt es hier.

From NPD Wahlkampfkundgebung (Trier)

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