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Heute sollen die BesetzerInnen des Raums B22 bis 16Uhr ausgezogen sein, sonst wird geräumt. Das hat der Uni-Präsident Schwenkmetzger angekündigt. Die BesetzerInnen rufen zur Solidarität auf. Kommt alle an die Uni !

[update] Es gibt nun einen Zugtreffpunkt zur gemeinsamen Anfahrt aus Trier. Der Zug fährt um 7:30 am Hauptbahnhof ab und kommt um 9:44Uhr in Zweibrücken an. Es sei darum gebeten rechtzeitig am Bahnhof zu erscheinen.

Die Kameradschaft Zweibrücken, die als Unterstützerin der NPD-Kundgebungen in Trier aufgefallen ist, will dieses Jahr schon zum dritten Mal aufmarschieren. Am 14. November ist eine Kundgebung zum Gedenken an die gefallenen deutschen Soldaten des 1. und 2. Weltkriegs angemeldet worden. Wie das genau aussieht, warum sie das tun und weshalb das zu verhindern ist, will ich mit einem kurzen Ausschnitt aus dem antifaschistischen Aufruf der ZWantifa verdeutlichen:

In ihrem Aufruf schwärmen sie von den Soldaten, die für das deutsche Reich im ersten und zweiten Weltkrieg gekämpft haben und stilisieren die alten Kameraden als Patrioten, Kämpfer, gar als Helden, denen man Denkmäler errichten soll und denen man mit gutem Gewissen gedenken kann.

In der Öffentlichkeit bleibt meist unerwähnt, dass diese Soldaten in einem Angriffskrieg gefallen sind, den Deutschland selbst mit seinen Verbündeten angefangen hat und somit seine Opfer selbst zu verschulden hat.

Es gibt keine Helden – nur Opfer!

Man spricht von unseren Gefallenen, unseren Opfern, unseren Landsleuten die für uns ihr Leben ließen. Dabei werden diejenigen entwürdigt, die von den Nazis im dritten Reich ermordet wurden. Dazu gehören die 6 Millionen ermordeten Juden, welche systematisch in Konzentrationslagern versklavt, gefoltert und ermordet wurden, die 20 Millionen Kriegstoten in der Sowjetunion, die 6 Millionen toten Polen, die dem Blitzkrieg zum Opfer fielen und die vielen Kommunist_innen, Gewerkschafter_innen, Homosexuellen, Sozialdemokrat_innen, Kirchenfunktionären und Andersdenkenden, die alle vom Naziregime gezielt ermordet wurden.

Quelle: nazis-den-tag-versauen.tk

Am 14.11 um 10Uhr auf nach Zweibrücken.

Deutsche TäterInnen sind keine Opfer!

weitere Infos unter www.nazis-den-tag-versauen.tk

Am 7. November 2009 lädt die SDJA Trier und die Linksjugend Trier zur Feier des 92. Jahrestages der Oktoberrevolution ein. Ab 20 Uhr gibt’s Cocktails und Musik im Infoladen Trier.

Auch dieses Semester gibt es wieder eine Filmreihe der Hochschulgruppe Linke Liste (LiLi). Gezeigt werden diesmal unter dem Motto „Class War in the USA“ jeweils um 20 Uhr im Infoladen folgende Filme:

Do 5.11. Heaven‘s Gate
Michael Cimino, 1980 (Beginn um 19:30 Uhr!)

Do 10.12. Matewan
John Sayles, 1987

Do 14.01 Harlan County, USA
Barbara Kopple, 1976

Do 11.02. Jimmy Hoffa
Danny de Vito, 1992

Do 18.02 Bonus-Film: Red Dawn
John Milius, 1984

LiLi Filmreihe "Class War in the USA"

Am 25. Oktober 2009 wird im Foyer des Trierer Theaters eine Tagung mit dem hübschen Titel „Marx und seine Wiedergänger – Was heißt Entfremdung 2009?“ stattfinden. Das Programm liest sich dabei wie folgt:

9:30 Uhr      Begrüßung und Einleitung
Prof. Dr. Birgit Althans (Trier)

10:00 Uhr     „Die Natur der Entfremdung. Anthropologische Grundlagen und kulturelle Perspektiven des Entfremdungstheorems“
Prof. Dr. Christian Bermes (Trier)

11:00 Uhr     „Wahrnehmungswirklichkeit und Entfremdungserfahrung“
Dipl.-Psych. Dieter Treu (Berlin)

12:00 Uhr     „Wiedergänger der Moderne – Marx, Derrida, Giddens“
Prof. Dr. Günther Ortmann (Hamburg)

13:00 Uhr     Mittagspause

14:00 Uhr     „Geist, Entfremdung und Krise – Hegels Theorie der Bildung“
Prof. Dr. Micha Brumlik (Frankfurt a. M.)

15:00 Uhr     „Neue Arbeitsformen, neue Unsicherheiten, neue Entfremdung? Arbeit und Entfremdung im flexiblen Kapitalismus“
Dipl.-Soz. Philipp Lorig (Trier)

16:00 Uhr     „Theatrale Antworten auf Entfremdung: Verfremdung, Visualisierung und Verkörperung (Brecht, Pollesch, Schlingensief)“
Prof. Dr. Franziska Schößler (Trier)

Wer sich für mehr Details interessiert dem sei dieses Faltblatt an die Hand gegeben.

Kurios und schockierend

Wir lesen in den Tiefen des Internets in einem Blog mit dem klangvollen Namen „Luxemburger Anarchist – für Wahrheit und Recht“ folgende Zeilen:

„De lëtzebuerger Anarchist für Wahrheit und Recht“ war eine von mir initiierte einmalige, satirische Zeitschrift der Anarchistischen Föderation Luxemburgs, die es wegen des dort enthaltenen pornographischen Inhalts immerhin zu einer Art Tribunal seitens der Trierer Antifa gebracht hat

Zu dieser bis auf der Jahr 2001  zurückgehenden Affaire um eine mit pornographischem Schund und niedersten sadeistischen Aufrufen zum Triumph des Willens vollgepackte Zeitschrift („Quand est-ce que l’humanité comprendra qu’elle n’a besoin ni d’un dieu ni d’un maître, que l’histoire n’a pas de sens, que rien n’est vrai et que par conséquent tout est permis?„),  ist folgendes nachzutragen:

1) Gegenseitige Tribunale sind eine gute alte linke Tradition. Und um es mal so zu sagen: Besser in Trier als in Moskau!

2) Üblicherweise hat der Angeklagte sich dabei allerdings reuvoll in Selbstkritik zu üben und seine Abweichung einzugestehen, um so einen letzten Beitrag zur Stärkung der allgemeinen Kampfmoral zu liefern. Denn: „Wollen wir nicht … überrumpelt werden, so müssen wir SCHNELLSTENS unsere NOCH NICHT AUFGEDECKTEN, jedoch zweifellos vorhandenen Schwächen und Fehler AUFDECKEN“.

http://fuerwahrheitundrecht.blogspot.com/2008/12/zum-jahresende.html

Am 19.9  will die NPD auf dem Simeonsstiftplatz in Trier eine Wahlkampfkundgebung abhalten. Dies ist für dieses Jahr schon das zweite mal. Man erinnere sich an das antifaschistische Picknick.  Natürlich lassen wir das dieses mal nicht unbeantwortet, wenn Faschisten ihre Hetze verbreiten. Wir werden uns dem entschlossen entgegenstellen.

Anlaufpunkt für alle AntifaschistInnen ist der Viehmarkt ab 11 Uhr.
Mehr Infos findet man ab heute Nacht auf der Seite 19september.blogsport.de

Info-Flyer PlakateA4 Flyer


Die Antifa Saar hat ein Flugblatt zu der „neuen“ saarländischen Kameradschaft Saarsturm veröffentlicht. Darin werden u.a. die personelle Struktur und die entsprechenden Kontinuitäten innerhalb der saarländischen Neonazisszene beleuchtet. Das Flugblatt kann hier heruntergeladen werden: Flugblatt zur Kameradschaft Saarsturm

Go USA !

Hätten Sie daran gedacht? 8 Jahre Terroranschläge in Amerika, 8 Jahre War on Terror ….

Dazu ist nur sagen: Osama Bin Laden has farty pants!

Unter dem Titel „Aufstand im Trierer Stadtrat“ findet sich auf dem Blog „Roter Oktober – Aufstand in Trier“ ein Beitrag über die Proteste gegen den Einzug des NPDlers Safet Babic in den Trierer Stadtrat. In diesem Artikel finden sich nun zwei Formulierungen die – aus einer sich links und emanzipatorisch verstehenden Position – zu kritisieren sind:

Zum einen nennt der anonyme Autor etwa den NPD-Stadtrat als Safet „Babette“ Babic, wobei „Babette“ im weiteren Beitrag noch mehrmals als Synonym für Babic benutzt wird. Damit wird auf das Stereotype des „schwulen Nazis“ zurückgegriffen. Eine antihomosexuelle Diffamierung die schon die KPD in den 1930ern benutzte.

Zum anderen wird Babic vorgehalten „unter Missachtung der ‘deutschen’ Pünktlichkeit“ zu spät gekommen zu sein. Das ist nicht nur wenig lustig, sondern versucht auch Babic an den „deutschen Tugenden“ vorzuführen – insbesondere verbunden mit dem Hinweis, das Safet Babic gebürtiger Bosnier ist, bekommt dies einen schlechten Beigeschmack. Wäre er pünktlich gekommen, wäre er also ein „guter/richtiger Deutscher“?

Außerdem wird eine Parole zitiert die den Nazis entgegen geschleudert wurde: „So sieht deutscher Inzest aus“. Auch dies ist problematisch, legt sie doch nahe, dass Nazis quasi ein kranker Teil des deutschen Volkskörpers seien. Treffend heißt es entsprechend in einem anderen Blog:

Man fragt sich tatsächlich, ob es an der geographischen Nähe zu Karlsruhe liegt, dass Treue zur demokratischen Verfassung und eugenische Sorge um die Volksgesundheit bei den Trierer Linken so ausgeprägt sind.

Auch wenn die hier kritisierten Aussagen, wohl vor allem auf mangelnde Reflektion und nicht auf ein bewußtes Wollen zurückzuführen sind, werden sie dadurch nicht besser. Linke die emanzipatorisch sein möchten, sollten auch beim Antifaschismus überlegen was sie tun und schreiben.

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